Lehrstuhl Prof. Dr. Saskia Lettmaier, B.A. (Oxford), LL.M., S.J.D. (Harvard)

Laufende Promotionsvorhaben

Jasmin Baasch

Kapitalzuwendungen an Minderjährige

Obwohl Geschäfte aller Art mit Minderjährigen stets ein besonderes Augenmerk erfordern, erscheint Vorsicht – nicht zuletzt aufgrund der möglicherweise immensen wirtschaftlichen Bedeutung – bei Kapitalzuwendungen an diese besonders angebracht. Täglich werden von Eltern bzw. Verwandten Spar- oder Girokonten auf den Namen ihrer Kinder eröffnet, auf welche – aus verschiedenen Gründen – teils hohe Summen eingezahlt werden. Nicht selten kommt es jedoch vor, dass zu einem späteren Zeitpunkt jene selbst das eingezahlte Geld für eigene Zwecke oder aber für Investitionen des Kindes abheben, ohne dem Kind einen finanziellen Ausgleich zu bieten. Mehr...

Svend-Bjarne Beil

Historische Entwicklungslinien des Wohnraummietrechts

In Deutschland lebt mehr als die Hälfte aller Einwohner zur Miete und täglich häufen sich Berichte über die Wohnungsnot in den Städten. Daher überrascht es auf den ersten Blick kaum, dass das Wohnraummietrecht hierzulande eine besondere Stellung im Rechtsleben einnimmt, wie nicht zuletzt die vielen Sondervorschriften der §§ 549–577a BGB beweisen.
Betrachtet man allerdings das ursprüngliche Mietrecht im BGB von 1900, so fällt auf, dass weder zwischen der Wohn- und Gewerberaummiete noch zwischen der Miete von unbeweglichen und beweglichen Gegenständen unterschieden wurde – und das, obwohl im ausgehenden 19. Jahrhundert etwa 80 bis 90 % aller Menschen zur Miete wohnten und die zunehmende Wohnungsnot schon damals ein existentes Problem war. Mehr...

Ahmet Gök

Nachehelicher Unterhalt im deutschen und türkischen Recht – Eine rechtsvergleichende Analyse zur Grundlage und Rechtfertigung der Unterhaltspflicht

Durch das Eingehen der Ehe entstehen nicht nur die Pflichten zur Treue oder zum Beistand. Mit der ehelichen Lebensgemeinschaft geht auch die wirtschaftliche Zusammengehörigkeit der Eheleute einher. In Anbetracht dessen, verpflichten sich Eheleute auch zur gegenseitigen Unterstützung in finanzieller Sicht, woraus sich die Frage ableiten lässt, ob ein nachehelicher Unterhalt bezahlt werden muss, wenn sich die eheliche Lebensgemeinschaft und somit auch die Verpflichtung lösen. Die Grundlage und Rechtfertigung des Anspruchs formuliert jede Rechtsordnung anders. Mehr...

Rebecca Güssow

Die Vertretung des Kindes im familiengerichtlichen Kindschaftsverfahren 

Fragen rund um die Vertretung des Kindes im familiengerichtlichen Kindschaftsverfahren beschäftigen deutsche Gerichte immer wieder und stellen sie häufig vor noch nicht gelöste dogmatische wie praktische Probleme.
Anlass zur Untersuchung gibt der Umstand, dass in Sorgerechtsverfahren oder Umgangssachen immer häufiger von den Eltern oder einem Elternteil versucht wird, für das Kind einen eigenen Rechtsanwalt zu mandatieren. Denkbar ist auch, dass das über 14-jährige Kind selbst einen Rechtsanwalt für sich mandatiert, weil es beispielsweise möchte, dass den Eltern oder einem Elternteil die Sorge entzogen wird. Ausgangspunkt der Arbeit bilden Fragen rund um die Verfahrensfähigkeit des Kindes und Folgefragen: Mehr...

Anna Viola Schön

Pflichtteilsstrafklauseln – wirksame Gestaltungsmöglichkeiten und Erkenntnisse für die Gestaltungspraxis

Der Pflichtteil und dessen Reduzierung sind ein stetiges Thema in der erbrechtlichen Praxis. Pflichtteilsstrafklauseln können zwar nicht den Pflichtteil ausschließen, durch die Verwendung einer solchen Klausel soll jedoch zumindest die Geltendmachung des Pflichtteils für den Pflichtteilsberechtigten unattraktiv gemacht werden. Bei der Gestaltung der Nachfolge im Rahmen des Berliner Testaments setzen sich die Ehegatten jeweils gegenseitig als Erben ein und ihre Abkömmlinge als Schlusserben. Mehr...